.                                          Hexentanzplatz Wurmberg


Diese Kultplatzanlage
war in ihrer gewaltigen Größe und Höhenlage ein einmaliges vorchristliches Heiligtum und ist in ihren Grundzügen erhalten. Am Osthang des Berges erstreckt sich über 80 Meter die Heidentreppe, die in einen gepflasterten Steinweg mündet, der zum Zentrum des Heiligtums führt. Unter anderem gab es hier ein 5000 Menschen fassendes Kulttheater. Es gibt keine einhellige Meinung darüber, wer den Tempel erbaute.
Bemüht man die germanische Mythologie, so tun sich erstaunliche Zusammenhänge auf. Das Wort "Wurm" kommt bei geografischen Bezeichnungen häufiger vor, und zwar in Verbindung mit drei Jungfern.
Es wird vermutet, daß bei den Wurmlagen drei Jungfern als Patinnen dienen und daß die drei Nornen Urd, Werdandi und Skuld der Edda ( nord. Göttersage ) mit ihnen identisch sein könnten.
Im Gebiet des Wurmberges gibt es den Wurmbach, sowie eine Wiese, einen Forstort, zwei Klippen und ein Gehölz die diesen Namen tragen.
Leider wurden wichtige Teile der seit vorgeschichtlicher Zeit bis ins Mittelalter, wahrscheinlich sogar bis ins 19. Jahrhundert hinein genutzten Anlage durch den Bau einer Wintersportanlage zerstört.

Sage:

Die Hexentreppe auf dem Wurmberg

Neben dem Brocken ragt als nächsthöchster Berg steil wie ein Kötendach der bewaldete Wurmberg. Auf den führt eine Hexentreppe, oben ist ein steingefaßtes Rund wie ein Thingplatz. Dort rasteten die Hexen ehe sie den Flug zum Brocken hinüber wagten. Auch an den Sonnenklippen auf der Nordseite soll so ein Kultplatz gewesen sein, von dem es nur ein Katzensprung war bis auf den Gipfel.

Wegbeschreibung:

Von Braunlage aus mit der Seilbahn erreichbar. Oder von einem Parkplatz auf halber Höhe aus zu erwandern. Von der Sprungschanzen Gaststätte aus dem Hinweisschild folgen.
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