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Der wundersamen Stimmung
dieses im Krieg zerstörten Klosters kann man sich kaum entziehen. Frühgotische Chorbögen ragen aus dem Grün des Waldes dem Himmel entgegen. Die Spuren einer reichen Vergangenheit treten hier deutlich zutage. Gegründet im Jahre 1129 als erstes Kloster des Zisterzienserordens im mittel- und norddeutschen Raum wurde es ein Musterbeispiel mittelalterlicher Klosterkultur. Die aus dem rheinischen Mutterkloster Altenkamp entsandten Mönche entwässerten das sumpfige Umland, legten Fischteiche an und kultivierten ein 100 Quadratkilometer großes Besitztum, ohne selbst Besitz zu haben. Hier wurde nicht nur gebetet, sondern auch gerichtet. ( Dem Kloster wurden eine eigene Gerichtsbarkeit und das Münzrecht verliehen ).
Später wurde das ehemalige Gründungskloster durch den jetzt noch teilweise erhaltenen imposanten frühgotischen Bau ersetzt und nach rund 80 Jahren Bauzeit im Jahre 1290 geweiht. Über den Gründer des Klosters, den Heiligen Bernhard von Clairvaux, sagt man: "Sein Genius und seine Energie auf der einen Seite, seine tiefinnerliche, strenge, der Askese und der Mystik gleichermaßen aufgeschlossene Frömmigkeit auf der anderen Seite erklären die Wirkung dieses Mannes. Er war ein Charismatiker, der, wohin er immer kam, Feuer auf die Erde trug."
Wegbeschreibung:
Die 243 von Osterode Richtung Nordhausen. Auf halbem Weg nordöstlich nach Walkenried. Den Hinweisen folgen.
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