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Seit 15000 Jahren wird die Steinkirche nachweislich von Menschen aufgesucht. Einmalig in Niedersachsen. Zunächst waren es Rentierjäger, später soll dort in heidnischer Zeit eine weise alte Frau gewohnt haben, die vielen Ratsuchenden den rechten Weg wies und hochgeachtet war. Der Sage nach war es der Heilige Bonifatius höchstpersönlich, der die Höhle bearbeitete und zu christlichsakralen Zwecken nutzte. Kanzel und Altar sind heute noch deutlich zu erkennen. Auf dem Vorplatz wurden viele Menschen begraben, direkt neben der Kanzel eine alte Frau. War es die Weise der Sage? Sensible Menschen haben des nachts in der Steinkirche Seelenfeuer gesehen.
Die Einhornhöhle, etwa 1 Million Jahre alt, ist gefüllt mit den Knochen von etwa 40.000 Höhlenbären, die wohl hier meist im Winterschlaf verendet sind. Diese Bären lebten von ca. 150000 bis 40000 Jahren vor unserer Zeitrechnung. Von Menschen wird diese Höhle nachweislich seit mindestens 6-7000 Jahren bis in die Jetztzeit aufgesucht. In der Nähe des Eingangsbereiches hat man aber auch Spuren der Neanderthaler gefunden, die vielleicht vor 130000 Jahren auf ihren Wanderungen durch das Harzgebiet hier gelagert haben. Während der frühen Latènezeit (um 450 v. Chr.) wurde die blaue Grotte der Einhornhöhle als kultische Grab- oder Opferhöhle genutzt. Der Stil der Fibeln, die dort gefunden wurden, deutet auf keltisches Brauchtum hin.
Wegbeschreibung:
Auf der 243 von Herzberg Richtung Bad Lauterberg bis Scharzfeld. Steinkirche: auf dem ersten Höhenzug links.
Einhornhöhle: am Ortsausgang links ein Stück in den Harz hinein. Beide Orte über Hinweisschilder erreichbar.
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