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Eine der merkwürdigsten natürlichen Befestigungen des frühen Mittelalters ist diese alte Raubritterburg. Auf einer hoch in den Himmel ragenden dunklen Sandsteinklippe waren die Gemächer zum Teil nicht erbaut, sondern in den Fels gemeißelt. Erhalten sind nur die natürlichen Teile. Zur Burg hinauf geht man durch einen Eichenwald. Hält man sich am Fuße des Felsens, um zum alten Thingplatz zu gelangen, so ändert sich die Landschaft in einen Kiefernwald, aus dessen Grün ein zauberhafter schneeweißer Platz leuchtet, umgeben von weißen Sandsteinformationen.
Der Ort scheint von einer anderen Welt.
Sage:
Die Gründung der Burg Regenstein
Wer sein Brot mühsam mit seiner Hände Arbeit verdienen muß, hat kaum Verständnis für die Not des Ritters, der sich gezwungen sieht, mit geharnischten Knechten über Kaufmannszüge herzufallen. Das aber tat Bernhard von Regenstein, Bruder des Raubgrafen. Vielleicht steckte den Regensteinern ihre Rauf- und Raublust im Blute von ihrem sagenhaften Vorfahren Hatebold her, der sich zum Dank für einen Schlachtensieg eine Burgstätte aussuchen durfte. Er wählte den Platz auf dem Steilabsturz über dem Heerswald und seither bewohnte die Klippe ein streitbares Geschlecht. Lediglich von den Gräfinnen Mette und Nette wird berichtet, sie hätten den Siechenhof in Halberstadt gegründet, nachdem sie selbst durch das Wasser des Brunnens alldort Heilung vom Aussatz gefunden hatten.
Wegbeschreibung:
Von Wernigerode die 6 Richtung Quedlinburg bis nach Blankenburg. Am Ortseingang links der Ausschilderung zur Burg Regenstein folgen.
Die "Sandwüste" ist nordöstlich der Burg Regenstein zu finden. Vom Parkplatz aus links um das Felsmassiv herum bis auf die "alte Heerstraße", ein etwas breiterer Sandweg. Dann rechts und zweimal an den folgenden Weggabelungen links.
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