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Wer kennt sie nicht,
die Legende von Kaiser Friedrich Barbarossa, der schlafend im Kyffhäuser sitzt an einem steinerne Tische, durch den sein langer Bart bereits hindurch gewachsen ist. Über dem Berg kreisen die Raben - kein gutes Zeichen. Aber schon vor Barbarossa wurden die Kyffhäuserhöhlen kultisch genutzt. Zwanzig teilweise miteinander verbundene Höhlen - eine Wunderwelt für sich. Während dreier Perioden, im 5. Jahrtausend v. Chr., im 20. - 9. Jahrhundert v. Chr. Und im 8./7. Jahrhundert wurden sie immer wieder aufgesucht. Der schwierige Zugang zu den Höhlen deutet auf besondere Umstände ihrer Aufsuchung hin. Sicher ist, daß eine sehr enge, aber 15 m tiefe Schachthöhle in der beginnenden Bronzezeit, also zur Jahrtausendwende, als Opferstätte genutzt wurde. Eine an den Schacht angrenzende horizontale Höhle wurde während 1200 bis 1000 v. Chr. Als Opferplatz genutzt. Die Höhlen 9 und 10 stellten während der Urnenfeldzeit das Hauptheiligtum dar.
Wegbeschreibung:
Nordwestlich von Bad Frankenhausen Richtung Sondershausen. Einen Kilometer nach dem Ortsausgang rechts in einen Feldweg einbiegen. Nach 800m hinter einer scharfen Rechtskurve liegen die nur unter Gefahr erreichbaren Höhleneingänge in einem Steilhang.
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